Holding/Gründung
Warum das Geldvermögen in einer Holding am besten aufgehoben ist!
Es geht auch um die Altersvorsorge ohne Verschiebung ins Ausland.
Was ist eine Holding?
Eine Holding ist eine Gesellschaft (z.B. in der Rechtsform der GmbH), die Anteile an andere Gesellschaften hält.
Die Holdinggesellschaft ist die Mutter mit einer oder mehreren Töchtern.
Der Besitzer der Mutter-Holding ist nicht persönlich an den Tochtergesellschaften (dies sind die operativen Unternehmen) beteiligt, sondern hält nur die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften.
Er fungiert meist als Geschäftsführer der Holding, die ihm zu 100% persönlich gehört.
Kurz gefasst kann man sagen, dass die Holding zwischen geschaltet ist, zwischen der operativ-GmbH (z.B. einer der Töchter) und ihm selbst, als Begründer, Betreiber und Geschäftsführer (wahlweise).
Was geschieht mit den Gewinnen der Töchter?
Antwort: die Gewinne werden an die Holding ausbezahlt, nicht an ihn persönlich.
Jeder sollte sein Vermögen selbst kontrollieren können.
Normalerweise ist es so, dass der Gewinn der Tochter tesauriert wird, d.h. er wird in der GmbH belassen.
Aber was nutzt in diesem Fall die geringere Besteuerung, wenn man kein Zugriff auf sein Geld hat.
Der Besitzer der Holding hat als Privatperson die Kontrolle über die Holding, aber die Geldzuflüsse von der Tochter an die Holding müssen nicht persönlich versteuert werden. Es ist Eigentum der Holding.
Haftung und Verluste der Töchter!
Wenn die Gewinne der Töchter an die Holding ausgeschüttet werden, wird dieses Geld von allen Haftung- und Verlustrisiken getrennt.
Vorteil: in der Holding werden weniger Steuern bezahlt als bei Privatpersonen.
Bitte bedenken:
Dividendenzahlungen der Tochter an die Mutter werden effektiv nur mit 1,5% besteuert.
Bei Privatvermögen würden diese Dividenden zu 26% versteuert werden.
Ein praktisches Beispiel:
Viele Unternehmer beginnen mit der Gründung von zwei GmbH´s. Aus der einen GmbH wird die Holding GmbH (Mutter) und die zweite GmbH wird zur operativ tätigen Tochter.Bei beiden GmbH´s ist der Gründer auch der Geschäftsführer.
Er hat aber nur mit der Holding einen Anstellungsvertrag als Geschäftsführer.
Die Geschäftsführung der Operativ- GmbH (Tochter) beauftragt die Holding-GmbH über einen „Geschäftsbesorgungsvertrag“ mit der Geschäftsführung die Tochter zu beauftragen.
Die Holding GmbH erhält von der Operativ- GmbH dafür eine Vergütung und erbringt damit umsatzsteuerbare Leistungen.
Um diese Wirtschaftlichen Aktivitäten zu verdeutlichen, sollte man auch bei der Handelsregisteranmeldung und bei der Gewerbeanmeldung der Holding GmbH auch in der Beschreibung des Geschäftsgegenstandes wiederfingen, Erlaubnisfreie Beratung von Unternehmen und „Beteiligungen an andere Gesellschaften“.
Dann klappt es auch mit der Umsatzsteuer und Pensionszusage sowie Altersvorsorge.
Kosten der Holding:
Für die Buchhaltung und den Jahresabschluss sowie die Beiträge von der IHK betragen € 1000,00 pro Jahr.
Die Gründung der Holding lohnt sich bei einer Dividende von € 4000 pro Jahr. (1000€ plus 25%)
Die Holding hat Offenlegungspflichten aber bis zu einem Betrag von € 6.000.000 muss sie nur eine „verkürzte Bilanz“ machen.
Also erfährt niemand etwas von dem wahren Vermögen des Holdingsbesitzers.
Wenn man allerdings über die € 6.000.000 kommt, dann ist es öffentlich, aber dann gründet man eine weitere Holding. Neue Gesellschaften treten als rettende Engel auf.
Weiterer Vorteil des Holdingstruktur:
Als Alleingesellschafter eine Tochter GmbH kann man diese GmbH-Anteile steuerfrei an die Holding übertragen.
Was ist ein Firmensitz?
Es ist der Hauptsitz einer Firma. Auf diese Adresse erfolgt die Gewerbeanmeldung und sie kommt ins Handelsregister und ins Impressum. Der Firmensitz muss gleichzeitig eine ladungsfähige Adresse sein und es ist der einzige Sitz der Firma, und ist damit der Hauptsitz.
Was ist eine Firmenadresse?
Es ist die Postanschrift unter der eine Firma zu erreichen ist. Diese Adresse steht auch in der Gewerbeanmeldung.
Was ist eine Geschäftsadresse?
Eine Geschäftsadresse kann ein Firmensitz sein aber auch eine Betriebsstätte. Unter dieser Adresse muss die Firma zumindest postalisch erreichbar sein.
Bedingung: Es muss eine ladungsfähige Adresse sein.
Was ist ein Satzungssitz?
Es ist der in der Satzung festgelegte Sitz. Satzungssitz gemeinsam mit dem Verwaltungssitz ergeben zusammen den Firmensitz.
Der Verwaltungssitz ist der Ort, an dem die Geschäfte geführt werden. Es muss eine Betriebsstätte dabei sein. Verwaltungssitz und Betriebssitz sind synonyme Begriffe. Der Verwaltungssitz kann auch im Ausland sein.
Der Satzungssitz muss sich immer im Inland befinden, der Verwaltungssitz dagegen (Ort der Geschäftsleitung) kann auch im Ausland sein.
Dieser Sitz bestimmt, welches Finanzamt zuständig ist und welcher Gewerbesteuerhebesatz anfällt.
Für eine inländische Gesellschaft sind keine Räume nötig. Es kann auch eine Briefkastenfirma sein, die sich der Anschrift eines Beauftragten bedient.
Was ist eine Betriebsstätte?
Es ist eine Einrichtung oder Anlage, die Tätigkeit eines Unternehmens dient. Es kann sich auch um eine fahrbare Verkaufsstätte handeln. Die Betriebsstätte kann sowohl der Sitz der Geschäftsleitung sein, aber auch andere Funktionen erfüllen, wie z.B. Auslieferdienste und Lagerung.
Auch Geschäftsstellen sind, wie auch Einkaufs- und Verkaufsstellen Betriebsstätten. Als steuerliche Abgaben fallen an: Lohn-, Gewerbe-, Einkommensteuer.
Was ist eine Zweigniederlassung?
Es ist handelsrechtliche ein in sich selbständiger Unternehmenszweig, der aber juristisch ein unselbständiger Teil der Hauptniederlassung ist.
Die Zweigniederlassung muss ins inländische Handelsregister eingetragen werden. (§ 13 HGB)